Schachbezirk Oberberg
Newsletter 108

Mitteilungen vom Schachbezirk Oberberg
Nummer 108
30.11.2017
8. Jahrgang

Redaktionelle Leitung

Benedikt Schneider
Krottorfer Straße 30
51597 Morsbach
Telefon 02294/6700
Mail: schneider.benedikt@freenet.de

In dieser Ausgabe

    Schlagzeilen:
  • Newsletter online
  • Auszeichnungen:
    - Erfolgreiche Sportler in Drolshagen
    - Intgrationspreis für Morsbach
    - Tausendsassa Guido Korb
  • Termine
    Liga- und Turnierergebnisse:
  • Verbandsliga
  • Verbandsklasse
  • Bezirksliga
    Meinerzhagen I spielt sich nach ganz oben
  • Bezirksklasse
  • BPEM (Bezirks Pokal-Einzelmeisterschaft)
  • BEM
    K. Pfennig und S. Glöckl spielen stark remis
    Rubriken:
  • Regelkunde
    - Korrektur
    - Mannschaftsaufstellung in Pokal
    - Zug- oder Stellungswiederholung,
    - Hineinreden
  • SBO Kombi-Prand-Prix: Nr. 4

Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich am 21. Dezember 2017.

Schlagzeilen

Newsletter online

Feedback erwünscht

Stück für Stück soll dieser Newsletter auf der neuen, noch im Aufbau befindlichen Homepage des SV Morsbach in anderer Form dargestellt werden. Diese Aufgabe hat sich Morsbachs Webmaster Frank Ludwig gesetzt. Nummer 106 ist bereits online, die künftig erscheinenden sollen folgen. Zu sehen ist das Ergebnis unter https://www.schachverein-morsbach.de/newsletterSBO/sbo%20newsletter.htm.

Frank bittet dort um ein Feedback.

Benedikt Schneider

Auszeichnungen

Dass Schachspieler ausgezeichnet werden, ist nicht gang und gäbe.

In letzter Zeit gab es folgende Ehrungen:

Turm Drolshagen

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Am Freitag, den 17.11.2017 wurden die erfolgreichen Sportler der Stadt Drolshagen im alten Kloster geehrt. Vom Schachverein wurden, da diese Ehrungen alle 2 Jahre vorgenommen werden, der Aufstieg der 2. Mannschaft in die Bezirksliga aus 2016 geehrt.

Geehrt wurde vom "SV Turm Drolshagen 04": Jürgen Harnischmacher, Herbert Kramer, Konstantin Pfennig, Andreas Schell, Denis Vishanji, Achim Tump, Ingo Ehrhardt, Dragan Kalakovic`, Mirko Kalakovic`, Waldemar Kroo

Intgrationspreis

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Integration ist das Thema in der politischen Landschaft Deutschlands. Zwei Abteilungen vom SV Morsbach haben einen Scheck von zusammen 500 Euro für Initiativen in der Flüchtlingsarbeit bekommen.

Im Kreishaus Gummersbach wurden die Altherren Turnriege und die Schachabteilung geehrt. Der Abteilungsleiter der Schachabteilung, Benedikt Schneider, nahm zusammen mit dem Abteilungsleiter der Turner (und gleichzeitig Vorsitzender des Gesamtvereins), Bernd Wagener, Scheck und Urkunde entgegen. Das Preisgeld wird geteilt.

Und Aufmerksamkeit für das Schachspiel ist sicher auch wichtig.

Guido Korb

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Guido Korb ist im Schachverein Morsbach ein Tausendsassa: Spielleiter, Jugendtrainer, Mannschaftsführer und gute Seele. Auf Bezirksebene engagiert er sich als Turnierleiter der Einzelmeisterschaft und als Autor der Regelkunde in diesem Newsletter.

Sportlich hat er vor Kurzem das Double aus Vereinsmeisterschaft und Vereinspokal gewonnen.

Für seine großen Verdienste um das Schach im Bezirk und im Verein, hier vor allem als Spielleiter, wurde Guido vom Gemeindesportverband jetzt mit einer Urkunde und einem Essensgutschein ausgezeichnet.

Termine

  • Samstag, 2. Dezember - 14:00:
    Viererpokal, Viertelfinale:
    Bergneustadt/D. - Wiehl
    Meinerzhagen I - Lindlar I
    Lindlar II - Windeck
    Schnellenbach - Gummersbach
  • Sonntag, 3. Dezember - 14:00:
    Verband, 5. Spieltag:
    VL SV Hemer - Bergneustadt/D. I
    VK Kierspe II - Drolshagen I
    Lindlar - SV Kreuztal
    Bergneustadt/D. II - SVG Plettenberg II
    Wiehl - Marienheide
    Hellertaler SF II - Kierspe I
  • Freitag, 8. Dezember - 19:00:
    Bezirkseinzelmeisterschaft, 4. Runde in Gummersbach.
  • Samstag, 9. Dezember - 16:00:
    Bezirksliga, 3. Runde:
    Morsbach I - Windeck
    Drolshagen II - Meinerzhagen I
    Schnellenbach - Lindlar II
    Gummersbach - spielfrei
  • Sonntag, 10. Dezember - 11:00:
    BJEM, Rd. 7+8 in Bergneustadt.
  • Samstag, 16. Dezember - 16:00:
    Bezirksklasse, 4. Runde:
    Meinerzhagen II - Morsbach II
    Kierspe III - Marienheide II
    Bergneustadt/D. III - Wiehl II
Verbandsliga - Schachverband Südwestfalen

Wundertüte Bergneustadt

Der Verbandsligist aus Bergneustadt hat nach rund der Hälfte der Saison ein ausgeglichenes Punktekonto und damit im Moment einen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätzte. Einmal mehr zeigt sich, dass die Oberbergischen so etwas wie eine Wundertüte sind, folgten auf starken Siegen doch weniger starke Spiele, zuletzt gab es ein 4:4 gegen Hellertal.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP 1. SV Weidenau-Geisweid4400208:0 2. Siegener SV I421117,55:3 2. SV Velmede-Bestwig421117,55:3 4. MS Halver-Schalksm.4211175:3 5. SV Bergneustadt/D. I4121174:4 6. SF Schwerte4202164:4 7. SV Hemer412115,54:4 8. KS Hagen/Wetter 4112153:5 9. SG Lüdenscheid401313,51:7 10. Hellertaler SF I4013111:7

S=Spiele, G= gewonnen, R=remis, V= verloren, BP= Brettpunkte, P=Punkte

4. Spieltag

Bergneustadt/D. I4 - 4Hellertaler SF I Köllner, Christof0 - 1Rahimi, Rahim Stümer, Paul½ - ½Reiffenrath, Christian Köllner, Aaron Noah½ - ½ Müller, Sven Chlechowitz, Frank1 - 0Mellmann, Matthias Linnenborn, Guido0 - 1Petri, Raphael Michalik, Friedhelm1 - 0Petri, Wolfgang Heitmann, Sebastian1 - 0Hassler, Rolf Köllner, Felicitas Ophelia0 - 1 Herfel, Manfred
Verbandsklasse Süd - Schachverband Südwestfalen

Wiehl bleibt oben dran, Kierspe II weiter Letzter

In der Verbandsklasse feierte Drolshagen den ersten Saisonsieg mit einem deutlichen 6:2 gegen Hellertal II. Weiterhin Letzter bleibt Kierspe II nach einer klaren Niederlage in Kreuztal. Lindlar I musste im Berichtszeitraum gleich zwei Niederalgen hinnehmen: eine knappe gegen Marienheide sowie ein 0:8 (!) gegen Plettenbergs Zweite. Diese sind nun Tabellenführer gefolgt von Wiehl, die ebenfalls gegen Hellertal II (6:2) und überraschend deutlich beim Absteiger Kierspe (5,5:2.5) gewannen. Die Kiersper bleiben im Mittelfeld, mit der gleichen Punktzahl wie Marienheide und Lindlar. Bergneustadt/D. II schlug in einer Liga, wo im Prinzip jeder gegen jeden gewinnen kann, Marienheide deutlich und verließ die Abstiegsränge.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP 1. SVG Plettenberg II4400268:0 2. SV Wiehl440021,58:0 3. SV Kreuztal4301176:2 4. SV Kierspe I420216,54:4 5. SV Marienheide4202154:4 6. SF Lindlar4202144:4 7. SV Bergneustadt/D. II4103162:6 8. SV Turm Drolshagen4103152:6 9. Hellertaler SF II4103122:6 10. SV Kierspe II400470:8

S=Spiele, G= gewonnen, R=remis, V= verloren, BP= Brettpunkte, P=Punkte

3. Spieltag

SV Kreuztal4½ - 3½ Drolshagen Schmidt, Gerhard½ - ½Zorn, Alexander Dickel, Jens1 - 0Tietze, Wolfgang Wilhelm, Wolfgang1 - 0Vishanji, Franz Osterod, Arnim0 - 1Vishanji, Adrian Gumbinger, Karl½ - ½Kreusch, Frank Winkler, Sven0 - 1Schymainski, Robert Schreiner, Michael1 - 0Kramer, Heribert Bänke, Helmut½ - ½ Polten, Werner
Kierspe II½ - 7½ SVG Plettenberg II Meister, Detlef0 - 1Oswald, Hans-Joachim Lynker, Bernd0 - 1Nölke, Manfred Koch, Robin0 - 1Warmbier, Jörg Baran, Peter0 - 1Klippert, Jan-Oliver Baran, Daniel0 - 1Maniocha, Marek Horstmann, Josef0 - 1Wichmann, Frank Schumacher, Peter½ - ½ Neumann, Bernd Brandt, Oliver0 - 1Krämer, Roland
Lindlar 3½ - 4½Marienheide Krause, Thomas½ - ½ Wolter, Heinz-Dieter Müller, Rene0 - 1Brensing, Rolf Gessinger, Winfried0 - 1Urbahn, Paul Armbrust, Matthias0 - 1Goller, Christian Bonath, Michael½ - ½Fuchs, Gerhard Roelans, David Jan1 - 0Cesnik, Friedrich Willmes, Martin1 - 0Gräve, Andreas Häck, Julian½ - ½ Tietze, Marco
Bergneustadt/D. II 3 - 5Kierspe I Sailer, Hans-Peter0 - 1Irrgang, Stephan Kiparski, Ekkehart½ - ½Menz, Falk Wang, Andre½ - ½ Theunissen, Klaus Schinkowski, Thomas0 - 1Holler, Dirk Rittel, Hans-Joachim½ - ½Werner, Norman Schöler, Gerhard½ - ½Ellend, Torsten Hamburger, Tiberiu1 - 0Wiemer, Jan Khan, Tuhin0 - 1Werner, Maxim
Wiehl 6 - 2Hellertaler SF II Gottas, Mike1 - 0Siebel, Holger Mauelshagen, Martin1 - 0Rahimi, Rozafa Fleischer, Andre1 - 0David, Edwin Lehmann, Holger1 - 0Rahimi, Anita Margenberg, Volker1 - 0Kessler, René Milde, Mathias0 - 1Vaccargiu, Florian Sebastian, Thorsten0 - 1 Balzer, Alexander Wagner, Tobias1 - 0Schwier, Alexander

4. Spieltag

Drolshagen6 - 2 Hellertaler SF II Zorn, Alexander1 - 0Siebel, Holger Tautz, Michael½ - ½Rahimi, Rozafa Tietze, Wolfgang1 - 0David, Edwin Vishanji, Franz½ - ½Rahimi, Anita Vishanji, Adrian1 - 0Kessler, René Kreusch, Frank+ / -Vaccargiu, Florian Hemmings, Martin½ - ½ Balzer, Alexander Schymainski, Robert½ - ½ Schwier, Alexander
Kierspe I2½ - 5½Wiehl Irrgang, Stephan½ - ½Gottas, Mike Menz, Falk0 - 1 Mauelshagen, Martin Theunissen, Klaus1 - 0Fleischer, Andre Rode, Dominik0 - 1Hein, Jürgen Holler, Dirk0 - 1Straßner, Andreas Werner, Norman0 - 1Lehmann, Holger Ellend, Torsten½ - ½Margenberg, Volker Wiemer, Jan½ - ½ Milde, Mathias
Marienheide 1½ - 6½ Bergneustadt/D. II Wolter, Heinz-Dieter0 - 1Blab, Ludwig Brensing, Rolf½ - ½Sailer, Hans-Peter Goller, Christian½ - ½ Wang, Andre Fuchs, Gerhard0 - 1Lemmer, Klaus Kirch, Jürgen½ - ½Schinkowski, Thomas Gräve, Andreas½ - ½Rittel, Hans-Joachim Tietze, Marco1 - 0Schöler, Gerhard Stockburger, Gert-Detlef 0 - 1Hamburger, Tiberiu
SVG Plettenberg II8 - 0 Lindlar Oswald, Hans-Joachim1 - 0Müller, Rene Nölke, Manfred1 - 0Gessinger, Winfried Warmbier, Jörg1 - 0Bonath, Michael Klippert, Jan Oliver1 - 0Roelans, David Jan Maniocha, Marek1 - 0Willmes, Martin Wichmann, Frank1 - 0Hack, Julian Neumann, Bernd1 - 0 Kartmann, Tobias Krämer, Roland1 - 0Walotka, Uwe
SV Kreuztal 5½ - 2½ Kierspe II Schmidt, Gerhard1 - 0Meister, Detlef Dickel, Jens1 - 0Lynker, Bernd Sprengelmeier, Claus- / +Koch, Robin Wilhelm, Wolfgang1 - 0Irrgang, Michael Gumbinger, Karl1 - 0Baran, Peter Winkler, Sven0 - 1Baran, Daniel Schreiner, Michael1 - 0Horstmann, Josef Bänke, Helmut½ - ½ Schumacher, Peter

Drolshagen „kann doch noch gewinnen“

Sauerländer feiern Erfolg gegen Hellertal II

Bild verbandsklasse.jpg

Nach drei Niederlagen in Folge konnte Turm Drolshagen erstmals in Bestbesetzung antreten und gegen Hellertal II den ersten Saisonsieg einfahren.

Hellertal konnte Brett 6 nicht besetzen, sodass Frank Kreusch kampflos gewann. Nach fast dreistündiger Spielzeit erhöhte Wolfgang Tietze an Brett 3 auf 2:0, da sein Gegner nach Bauernverlust auch noch einen Läufer geben musste, um die Umwandlung eines Bauern zu verhindern.

Michael Tautz an Brett 2 gab seine Partie in ausgeglichener Stellung Remis, da er seinen in der Eröffnung erzielten Raumvorteil nicht zu einem vollen Punkt verdichten konnte.

Dann gewann Alexander Zorn am Spitzenbrett. Bei völlig ausgeglichenem Material konnte sein Gegner im Endspiel das Matt oder eine Bauernumwandlung nicht mehr verhindern.

Adrian Vishanji machte an Brett 5 den Sieg perfekt. Durch eine gelungen Kombination gewann er zwei Läufer und einen Bauern für einen Turm und wenig später auch die Partie.

An Brett 4 gab Franz Vishanji danach seine Partie remis, nachdem er mit Mehrqualität den Gewinnweg einfach nicht finden konnte.

An Brett 8 erzielte Robert Schymainski nach einer wechselvollen Partie, die abwechselnd auf Gewinn und auf Verlust stand, ein verdientes Remis.

Zum Schluss einigte sich an Brett 7 Martin Hemmings mit seinem Gegner in ausgeglichener Stellung auf Remis, nachdem er in der Eröffnung einen Figurengewinn übersehen hatte.

Durch den 6:2 Erfolg konnte sich Drolshagen in der Tabelle etwas verbessern, steht aber nach wie vor auf einem Abstiegsplatz, sodass es am nächsten Spieltag nachzulegen gilt.

Wolfgang Tietze

Bezirksliga

Wie von den „Buchmachern“ vor der Saison prophezeit, wurden Meinerzhagen I und Lindlar II auch in der zweiten Runde der Bezirksliga ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen jeweils ihre Spiele. Meinerzhagen schlug Morsbach I deutlich und verdient mit 5,5:2,5, Lindlar II mit dem gleichen Ergebnis Drolshagen II. Derweil sammelte Gummersbach erste Punkte mit einem Erfolg in Windeck.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP 1. Lindlar II220010,54:0 1. Meinerzhagen I220010,54:0 3. Gummersbach210182:2 4. Schnellenbach11004,52:0 5. Drolshagen II200260:4 6. Morsbach I20025,50:4 7. Windeck100130:2
Lindlar II5½ - 2½ Drolshagen II Walotka, Uwe½ - ½Pfennig, Konstantin Bilstein, Stefan1 - 0Pfennig, Martin Grundmann, Tobias0 - 1Harnischmacher, Jürgen Haugg, Gerhard0 - 1Kramer, Heribert Kroll, Frank+ / -Schell, Andreas Schwenzfeier, Stefan1 - 0Vishanji, Denis Krause, Wolfgang1 - 0Ehrhardt, Ingo Herrmann, Robin Andreas1 - 0 Wigger, Heribert
Meinerzhagen I5½ - 2½ Morsbach I Babczyk, Adrian1 - 0Schneider, Benedikt Babczyk, Roman1 - 0Korb, Guido Sönnecken, Stefan1 - 0Ludwig, Frank Fleischer, Bernhard1 - 0Neumann, Heiko Gerber, Konrad0 - 1Barg, Alexander Leistikow, Philip1 - 0Schmidt, Artur Frase, Jens½ - ½Hermes, Dieter Thiemann, Oliver0 - 1 Hamann, Bernd
Windeck3 - 5 Gummersbach Queck, Reiner- / +Özcelik, Ali Höhn, Uwe½ - ½Olsson, Christian Sommer, Dirk0 - 1Fazlija, Nazmir Memmesheimer, Thomas0 - 1Schmidt, Stefan Himmelspach, Klaus½ - ½Bury, Arnold Willer, David½ - ½Fot, Alexander Wienand, Heinrich-B.½ - ½Müller, Horst Alansigan, Eddie1 - 0 Weferling, Klaus

Spannend, mit gutem Ende für den SKM

Meinerzhagen I spielt sich nach ganz oben

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Auch sein zweites Saisonspiel konnte der Schachklub Meinerzhagen am vergangenen Samstag für sich entscheiden. Zu Gast war immerhin ein ehemaliger Verbandsligist und Mitstreiter um die Oberberg-Meisterschaft, der SV Morsbach. Die aktuelle Form der SKM-Akteure ist aber momentan so gut, wie kaum einmal zuvor. Die „Chemie" in dieser prima zusammenhaltenden Mannschaft stimmt einfach und so gingen alle erneut extrem motiviert ans Brett.

Das alleine genügt freilich nicht um Partien zu gewinnen, doch die individuelle Klasse dieser zuammengewürfelten Mannschaft aus Lüdenscheider Spitzenspielern, Wipperfürther Routiniers, sowie den erfahrenen Meinerzhagenern, ist anscheinend tatsächlich zur Spitzenmannschaft gereift. Besonders eindrucksvoll zeigen dies die ersten 4 Spieler, die allesamt voll punkten konnten.

Bernhard Fleischer agierte wie fast immer im Stile „Alles oder nichts“ und konnte das Königsgambit diesmal gegen den ehemaligen Bezirksjugendmeister Heiko Neumann, auf Morsbacher Seite durchbringen.

In einer zähen Partie nahm Meinerzhagens Spielführer ein Remisangebot nach kurzer Rücksprache mit seinen Kameraden an. Der Morsbacher Dieter Hermes hatte das "Londoner System" fehlerfrei vorgetragen, Frase reagierte aber stets richtig.

Leider aus Gastgebersicht musste Oliver Thiemann gegen den starken Bernd Hamann wenngleich nach einem hart umkämpften Spiel aufgeben. Das entstandene Turmendspiel mit 2 Plusbauern, führte Hamann ganz sicher zum Ausgleich.

Nachdem auch Konrad Gerber gegen Alexander Barg, durch Zeitüberschreitung unterlag gingen die Gäste sogar kurz in Führung und der Kampf drohte zu kippen.

Allerdings gelang Philip Leistikow etwa gleichzeitig ein sehr schöner Partiegewinn gegen Artur Schmidt. Er behielt in einem spannenden Läufer/Bauernmittelspiel immer die Übersicht und merkte früh, wie er seine Stellung zum Sieg ummünzen würde.

Das Zwischenergebnis von 2,5:2,5 ließ also knisternde Spannung aufkommen, jedoch hat der SKM an den ersten drei Brettern und besonders ganz vorne die besten Spieler sitzen, die es dort je gab.

Einmal mehr war auf Familie Babczyk Verlass: sowohl Roman wie auch dessen Sohn Adrian (Bretter 2+1) spielten äußerst druckvoll und überzeugend. Bei Roman war es ein langer schwerer aber glänzend vorbereiteter Weg, einen Bauern zur Umwandlung auf Guido Korbs Grundreihe zu bringen. Die Kiebitze räumten Guido auch noch gewisse Remischancen ein, aber Roman ließ sein ganzes Können aufblitzen und sorgte bei allen Meinerzhagenern für große Erleichterung.

Inzwischen hatte sich auch Stefan Sönnecken ein vorteilhaftes Endspiel verschafft, mit 5 gegen 3 Bauern, bei Springer gegen Läufer, war es trotzdem nicht ganz einfach sich durchzusetzten, denn Frank Ludwig bei den Morsbachern wehrte sich nach Kräften. Schließlich brach dessen Position aber nach Dauerdruck Sönneckens zusammen und es war geschafft.

Der erste Mannschaftssieg gegen den SV Morsbach, nach Jahrzehnten war unter Dach und Fach.

Das Sahnehäubchen setzte Adrian Babczyk obendrauf, der im Laufe seiner Partie gegen Benedikt Schneider 3 Bauern gewann und um zu siegen einen wieder zurückgab. Nicht nur sein eigenes Spiel wickelte Adrian traumwandlerisch sicher ab, im Nachhinein stellte sich heraus, er hatte auch alle übrigen Partieausgänge genau richtig vorausgeahnt.

So kann es weitergehen, war das einhellige Resümee der Meinerzhagener!!

Jens Frase

Bezirksklasse

In der Bezirksklasse zeichnet sich ein spannendes Rennen um die Playoff-Plätze aus: Es führen Wiehl II, Marienheide II und Morsbach II mit jeweils 4:2 Punkten die Tabelle an, Bergneustadt/D. III und Kierspe III sind mit 3:3 Zählern auch noch in Lauerstellung. Letztplatziert bleibt Meinerzhagen II. Zu spielen sind noch zwei Begegnungen in der Hinrunde, bevor die ersten und die letzten drei Plätze noch einmal untereinander Spiele austragen.

Morsbach II gewann an den Brettern eins, drei und fünf und war somit mit allen Weißpartien siegreich. Besonders zu beachten ist der Erfolg von Morsbachs Marion Großer gegen ihren gut 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegner.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPPDP 1. Wiehl II320112,5+74 - 2 2. Marienheide II320110+44 - 2 3. Morsbach II32019+14 - 2 4. Bergneustadt/D. III311110-33 - 3 5. Kierspe III31116-53 - 3 6. Meinerzhagen II30032,5-100 - 6

S=Spiele, G= gewonnen, R=remis, V= verloren, BP= Brettpunkte, PD=Punktdifferenz, P=Punkte

Bergneustadt/D. III5 - 0Meinerzhagen II Bukowski, Klaus-Jürgen1 - 0Rawe, Friedrich Khan, Tuhin1 - 0Weinhold, Tim Weuste, Jan-Eric1 - 0Schneider, Michael Glöckl, Simon1 - 0Janott, Eberhard Junge, Jonathan1 - 0Dango, Ottmar N. N.- / - N. N.
Wiehl II 6 - 0Kierspe III kampflos
Marienheide II 2 - 3Morsbach II Stockburger, Gert-Detlef0 - 1Hamann, Bernd Sindermann, Andreas1 - 0Muth, Wilhelm Schellberg, Wolfgang0 - 1Großer, Marion Lange, Fritz1 - 0Ludwig, Sascha Kachel, Gerd0 - 1 Ortiz Pérez, Héctor G. N. N.- / -N. N.
BPEM (Bezirks-Pokal-Einzelmeisterschaft)

Christian Olsson siegt im Einzelpokal

Für den Gummersbacher und Oberbergs Spielleiter Christian OIsson ist es bisher eine gute Saison: Bei der BEM mit drei Punkten aus vier Spielen mit Kontakt zur Spitzengruppe gewann er das Finale der Bezirkspokaleinzelmeisterschaft gegen den Kiersper Josef Horstmann. Beide nehmen am Verbandsturnier teil, dessen erste Runde im neuen Jahr gespielt wird.

Benedikt Schneider

BEM (Bezirkseinzelmeisterschaft)

K. Pfennig und S. Glöckl spielen stark remis

Änderung des VEM-Modus könnte die Teilnahme attraktiver machen

Auch das ist BEM. Diese Runde zeichnete sich dadurch aus, dass es kaum nennenswerte Überraschungen gab.

Lediglich die beiden Nachwuchsspieler Konstantin Pfennig und Simon Glöckl machten mit ihren Remis gegen deutlich stärkere Gegner auf sich aufmerksam. Konstantin hatte dabei den mehrfachen Oberbergischen Einzelmeister Klaus-Jürgen Bukowski zum Gegner. Auch wenn dieser gesundheitlich angeschlagen ins Rennen ging, ist das Remis beachtenswert.

Simon konnte dieses Ergebnis als BEM- Neuling gegen den Routinier Han Damen erreichen.

Die Turnierfavoriten hingegen hielten sich alle schadlos, auch wenn der ein oder andere mehr kämpfen musste als er vielleicht zuvor gedacht hatte.

In der nächsten Runde kommt es nun zur ersten Begegnung mit Endspielcharakter. Dann nämlich treffen Christian Olsson und Benedikt Schneider aufeinander. Die beiden sind die einzigen, die noch keinen Punktverlust zu verzeichnen haben. Das wird sich auf jeden Fall ändern, nur das Wie wird spannend.

Ein kleines Problem ergibt sich mit Elwin Celazade. Er ist freitags beruflich verhindert und kann seine Spiele meist nur dienstags austragen. Hier gilt meine Bitte an alle möglichen Gegner, dass sie ihm soweit es eben geht, entgegen kommen. Das betrifft auch die Kontaktaufnahme.

Nun noch etwas Organisatorisches. Christian Olsson war auf dem Verbandskongress und hat von dort einige interessante Informationen zur VEM mitgebracht.

    So wie ich das sehe dürften die Änderungen weitgehend dazu beitragen, dass Interesse an einer Teilnahme zu erhöhen:
  • Änderung von einem Wochenturnier auf ein Wochenendturnier. Der Termin im nächsten Jahr wurde auf den 08.06. - 10.06.2018 festgelegt, also Freitag bis Sonntag.
  • Es werden nur noch 5 Runden nach dem Schweizer System gespielt.
  • Der Spielort ist voraussichtlich Plettenberg
  • Auch der Bedenkzeitmodus ändert sich. In welcher Weise ist mir noch nicht bekannt. Sicher ist aber, dass die Bedenkzeit verkürzt wird.

Falls ich noch genauere Informationen erhalte, werde ich Euch das natürlich mitteilen.

Die nächste Runde findet am 08.12.2017, in Gummersbach statt. Beginn ist wie immer 19 Uhr.

Guido Korb

Ergebnisse der 3. Runde

SpielerDWZPktErgSpielerDWZPktAtt 1Schneider Benedikt17492,01 - 0Margenberg Volker16692,0 2Özcelik Ali16762,00 - 1Olsson Christian16672,0 3Ortiz Pérez, Héctor Guillermo19881,51 - 0Korb Guido17471,5 4Hamburger Tiberiu15551,50 - 1Gessinger Winfried17611,5 5Lehmann Holger17551,51 - 0Kals Leo16701,5 6Bukowski Klaus-Jürgen17481,5½ / ½Pfennig Konstantin15351,5 7Celazade Elwin19001,0- / +Block Dieter15321,5 8Baran Daniel16171,00 - 1Vishanji Adrian18021,0 9Hemmings Martin17871,01 - 0Bury Arnold15541,0 10Walotka Uwe16611,01 - 0Kramer Herbert15191,0 11Driedger Heinrich10631,00 - 1Milde Mathias16521,0 12Khan Tuhi 1,00 - 1Baran Peter16201,0 13Schürmann Ralf18050,51 - 0Thiemann Oliver15030,5 14Memmersheimer Thomas16120,51 - 0Kroo Waldemar11630,5 15Sebastian Thorsten 0,51 - 0Horstmann Josef16110,5 16Fot Alexander15130,51 - 0Schmidt Artur14320,0 17Haugg Gerhard13260,01 - 0Hermes Dieter13640,0 18Damen Han13570,0½ / ½Glöckl Simon10790,0

Auslosung der 4. Runde

SpielerDWZPktErgSpielerDWZPktAtt 1Olsson Christian16673,0Schneider Benedikt17493,0 2Block Dieter15322,5Ortiz Pérez, Héctor Guillermo19882,5 3Gessinger Winfried17612,5Lehmann Holger17552,5 4Vishanji Adrian18022,0Walotka Uwe16612,0 5Margenberg Volker16692,0Hemmings Martin17872,0 6Milde Mathias16522,0Bukowski Klaus-Jürgen17482,0 7Pfennig Konstantin15352,0Özcelik Ali16762,0 8Baran Peter16202,0Schürmann Ralf18051,5 9Korb Guido17471,5Fot Alexander15131,5 10Kals Leo16701,5Sebastian Thorsten 1,5 11Memmersheimer Thomas16121,5Hamburger Tiberiu15551,5 12Celazade Elwin19001,0Haugg Gerhard13261,0 13Kramer Herbert15191,0Baran Daniel16171,0 14Bury Arnold15541,0Khan Tuhi 1,0 15Horstmann Josef16110,5Driedger Heinrich10631,0 16Glöckl Simon10790,5Thiemann Oliver15030,5 17Kroo Waldemar11630,5Damen Han13570,5 18Schmidt Artur14320,0Hermes Dieter13640,0

BEM aktuell - Partien der 4. Runde, die vorgespielt wurden

Olsson, C0 : 1Schneider, B Schmidt, A1 : 0 Hermes, D

Olsson,C - Schneider,B [A03]
BEM (4), 21.11.2017
[Schneider,Benedikt]

1.f4 Ein überraschender Zug! Da muss man schon mal kurz nachdenken, was man darauf spielt. Ich entschied mich für ...

1...d5 Es gibt auch 1...e5 aber da muss man sicher die Theorie kennen ...

2.Sf3 Sf6 3.g3 Lg4 4.Lg2 e6 5.d3 Ld6 Eine Idee ist es, den Bauern nach e5 zu stellen und somit im Zentrum aktiv zu werden.

6.0-0 Sbd7 7.c3 Lxf3 Das kann man, denke ich, machen. Die Stellung ist geschlossen, sodass das Läuferpaar im Moment nicht so viel wert ist. Die Idee war auch, mit dem h-Bauern loszumarschieren.

8.Lxf3 h5 9.h4 Sg4 10.d4 f6? (10...Sdf6 11.c4 c6 war solider und auch stärker.)

11.e4! dxe4 12.Lxg4? (12.Lxe4! f5 13.Lxb7 Tb8 14.Lc6 0-0 und Weiß hält die Stellung zusammen)

12...hxg4 13.Dxg4 Kf7 14.Sd2 f5 15.De2 Le7!? 16.Sc4

87654321 abcdefgh

r2q3r/pppnbkp1/4p3/5p2/2NPpP1P/2P3P1/PP2Q3/R1B2RK1 b - -

16...Lxh4! 17.g4 Lg3! 18.gxf5 exf5 19.Se5+ Sxe5 20.fxe5 Lh2+ 21.Kg2 Kg6 (21...Dh4!! 22.Txf5+ Ke8! und die weiße Verteidigung bricht zusammen)

22.Dc4 f4?? (22...De7 23.Th1 f4)

23.De6+ Kg5 24.Lxf4+ Lxf4 25.Txf4 Kxf4 26.Tf1+?? (Die falsche Wahl: Siegreich wäre 26.Df7+ Kg4 27.Tg1 Dh4 28.Kf1+ Kh3 29.Th1+ gewesen)

26...Ke3 27.Dg4 Dh4! 28.Df4+ 0-1

Benedikt Schneider

Regelkunde von Guido Korb

Dieses Mal gehe ich auf ein paar aktuelle Probleme ein. Es gab vor allem bei der 1. Pokalrunde einige Situationen, die einer weiteren Betrachtung bedürfen.

Außerdem muss noch ein Fall aus einer früheren NL Ausgabe korrigiert werden:

Fangen wir damit an.

Ein treuer Leser der Regelkunde wies mich darauf hin, dass mir bei der Bezeichnung der Spieler ein Fehler unterlaufen ist und das erwähnte Diagramm fehle. Dadurch wäre die Fallbeschreibung nicht nachvollziehbar. Ich hoffe, daß ich alle Fehler beseitigen konnte und der Fall jetzt klar ist

Folgendes Szenario. Die Partie befindet sich in der 2. Spielphase. Beide Spieler haben weniger als 5 Minuten Bedenkzeit für den Rest der Partie, steuern also zielstrebig auf die sogenannte Endspurtphase zu. Nach einer wilden Abtauschaktion. bleiben dem Weißspieler (A) vier Mehrbauern, davon drei verbundene Freibauern.

Der Schwarzspieler (B) hingegen hat noch seine Dame. Spieler A versucht nun mit Hilfe seines Königs wenigstens einen dieser Bauern ins Ziel zu bringen. Spieler Bauer kann aber nach einem Schachgebot zwei der Bauern erobern.

Nach dieser Bauerneroberung entstand die im Diagramm gezeigte Stellung.

87654321 abcdefgh

6k1/5p2/3K4/2P5/1q2P3/8/6P1/8 w - -

    In dieser kurzen Schlusssequenz der Partie haben sich 3 Regelverstöße ereignet:
  • Den ersten begeht Spieler A weil er den gefesselten Bauern zieht und diesen regelwidrigen Zug mit dem drücken der Uhr abschließt.
  • Den nächsten begeht Spieler Bauer indem er zwar richtig den regelwidrigen Zug reklamiert, dann aber regelwidrig fortsetzt. Statt die Uhr zurück zu drücken und den Bauern zurück zu setzen hätte er die Uhren anhalten und den Schiedsrichter rufen müssen. Dann wäre die Stellung korrigiert worden und Spieler Bauer hätte eine Zeitgutschrift von 2 Minuten bekommen. Danach wäre die Partie mit Weiß am Zug fortgesetzt worden. Da Spieler Bauer mit dem berührten Bauern keinen regelkonformen Zug machen konnte, hätte er mir einem beliebigen anderen Zug fortsetzen können.
  • Der 3. Regelverstoß wurde wiederum von Spieler A begangen, der auf das Schachgebot seinen König auf ein ebenfalls bedrohtes Feld zog und diesen Zug mit dem drücken der Uhr abschloss. Damit hatte er den zweiten regelwidrigen Zug ausgeführt, was nach den Regeln zum sofortigen Verlust der Partie führt.

Aktuelle Fälle

Nun zu den angesprochenen aktuellen Fällen. Es gibt vier Ereignisse, zu denen ich mich äußern will.

Fall 1: Mannschaftsaufstellung in Pokal

Aufgrund einer Information, die mich nach dem 1. Spieltag der BPMM erreichte, scheint es so zu sein, dass nicht allgemein bekannt ist, wie die Mannschaftsaufstellung in diesem Wettbewerb aussehen darf.

Bei einer Begegnung wurde sich befremdlich darüber geäußert, dass in der Aufstellung der Gastmannschaft, welches die 2. Mannschaft eines Vereins war, ein Spieler aus der 1. Mannschaft aufgestellt wurde.

In welcher Weise die Aufstellung erfolgen kann, ist in der Ausschreibung und in der Spielordnung des SBO schriftlich niedergelegt.

Anders als in der BMM treten im Pokalwettbewerb nur 4-er Mannschaften an.

    Einige Verein melden 2 oder mehr Mannschaften für diesen Wettbewerb. Für die Mannschaftsaufstellung gilt dann grundsätzlich folgendes:
  • Für die 1. Pokalmannschaft sind alle gemeldeten aktiven Spieler eines Vereins (Rangfolge 1 bis Ende) spielberechtigt.

    Im Extremfall kann das bedeuten, dass ein Verein in seiner 1. Mannschaft mit den der Rangfolge nach vier letzten Spielern antreten kann.
  • Für eine mögliche 2. Mannschaft sind nur noch die Spieler ab Rang 5 bis Ende spielberechtigt.
  • Falls auch eine 3. Mannschaft gemeldet wird sind dort alle Spieler ab Rangfolgeplatz 1001 bzw. falls keine nomineller Ersatzspieler gemeldet ist ab Rang 9 bis Ende spielberechtigt.

Damit ist klar, dass eine 2. Mannschaft auch Spieler aus der 1. Mannschaft aufstellen darf sofern diese nicht höher als Rangfolgeplatz 5 gemeldet sind.

Allerdings gibt es noch einen Aspekt zu beachten. Spieler, die einmal in einer Mannschaft der BPMM zum Einsatz gekommen sind, sind für die Saison nur noch für diese Mannschaft spielberechtigt. Scheidet die Mannschaft aus, dann dürfen sie nicht mehr in einer anderen Pokalmannschaft des Vereins zum Einsatz kommen.

Fall 2: Zug- oder Stellungswiederholung

Bei einer Begegnung in der BPMM kam es zu einer Reklamation gemäß Artikel 9.2.1. Ein Spieler reklamierte in der Folge der Partie eine 3-malige Zugwiederholung. Die Mannschaftsführer wurden herbeigerufen und überprüften die Berechtigung der Reklamation. Es wurde entschieden weiter zu spielen, da die Wiederholung nicht in direkt aufeinanderfolgenden Zügen erfolgt sei.

Eine weitere Begründung ist mir nicht bekannt.

  • 9.2.1 Die Partie ist remis aufgrund eines korrekten Antrages des Spielers, der am Zug ist, wenn die gleiche Stellung mindestens zum dritten Mal (nicht notwendigerweise durch Zugwiederholung)
  • 9.2.1.1 sogleich entstehen wird, falls der Spieler als erstes seinen Zug, der nicht geändert werden kann, auf sein Partieformular schreibt und dem Schiedsrichter seine Absicht erklärt, diesen Zug ausführen zu wollen, oder
  • 9.2.1.2 soeben entstanden ist und der Antragsteller am Zug ist.

Grundsätzlich muss an dieser Stelle erst einmal etwas zu den Begriffen Zugwiederholung und Stellungswiederholung gesagt werden. Maßgeblich für die Anwendung von Artikel 9.2.1 ist die Stellungswiederholung.

Eine Stellungswiederholung beinhaltet, dass alle Figuren wieder auf den selben Feldern stehen und die Zugmöglichkeiten aller Figuren beider Spieler gleich sind (9.2.2).

Eine dreimalige Stellungswiederholung kann durch eine dreimalige Zugwiederholung herbeigeführt werden, was eine Zugfolge von mindesten 5 Zügen beinhaltet.

Eine dreimalige Stellungswiederholung muss aber nicht unbedingt in direkt aufeinander folgenden Zügen entstehen. Sie kann sich auch über einen längeren Verlauf der Partie ergeben.

    Beantragt ein Spieler Remis gemäß Artikel 9.2.1 dann ist nach Artikel 9.5 Folgendes zu tun:
  • Die Uhren werden angehalten
  • Es wird überprüft, ob der Antrag berechtigt ist
  • Erweist sich der Antrag als berechtigt ist die Partie sofort Remis und damit beendet.
  • Falls der Antrag nicht berechtigt war, fügt der Schiedsrichter dem Gegner des Antragsteller 2 Minuten zu dessen verbliebener Bedenkzeit hinzu und die Partie wird fortgesetzt.

Im vorliegenden Fall erwies sich der Remisantrag als unberechtigt, weil es sich zwar um eine dreimalige Zugwiederholung aber nicht um eine dreimalige Stellungswiederholung handelte.

Deshalb war die Entscheidung der Mannschaftsführer, weiter zu spielen zwar korrekt aber die Begründung nicht. Zwischen den einzelnen Zugwiederholungen wurden andere Züge ausgeführt und die Figuren nicht wieder auf ihre Ursprungsfelder zurückgezogen.

  • 9.5 Wenn ein Spieler gemäß Artikel 9.2 oder 9.3 remis beansprucht, hält er oder der Schiedsrichter die Schachuhr an (siehe Artikel 6.11.1 oder 6.11.2). Er ist nicht berechtigt seinen Antrag zurückzuziehen.
  • 9.5.1 Erweist sich der Anspruch als berechtigt, ist die Partie sofort remis.
  • 9.5.2 Erweist sich der Anspruch als nicht berechtigt, fügt der Schiedsrichter zwei Minuten zur verbliebenen Bedenkzeit des Gegners hinzu. Dann wird die Partie fortgesetzt. Falls der Anspruch auf einen beabsichtigten Zug gestützt wurde, muss dieser Zug entsprechend Artikel 3 und 4 ausgeführt werden.

Fall 3: Hineinreden

Das leidige Hineinreden in eine laufende Partie. Wieder ist die BPMM betroffen. es steht 2 : 1 für den Gastgeber. Das Ergebnis der noch laufenden Partie entscheidet ob der Einzug in die nächste Runde geschafft wird, oder ob der Gast noch eine Chance bekommt. Bei einem Sieg des Gastes würde es aufgrund der geltenden Regel zu einem Blitzentscheid bzw. danach zu einem Losentscheid kommen. Obwohl die Partie schon längere Zeit remislich aussah, wollte der Spieler des Gastvereines alles versuchen um die Chance zu wahren.

Dann jedoch unterlief ihm ein Fehler, der den Spieler des Gastgebers die Möglichkeit gab, das Remis zu erzwingen. Allerdings musste er da sehr genau spielen. In diesem Moment sagte der Mannschaftsführer des Gastgebers, „Jetzt ist sie endgültig Remis“.

Aufgrund der Situation ein klarer Grund, die Partie für den Spieler des Gastgeber verloren zu werten. Die Bemerkung war ein eindeutiger Hinweis an den Mannschaftskollegen, noch einmal genau hin zu schauen.

Dazu noch eine allgemeine Bemerkung. Die Praxis zeigt, dass viele Spieler bzw. Zuschauer dazu neigen, ihrem Bedürfnis, Kommentare zu laufenden Partien abgeben zu müssen, nicht widerstehen können. Da wird im Umfeld der Tische, an denen noch gespielt wird, geflüstert, mit Mimik oder körperlichen Verrenkungen auf Züge reagiert oder mögliche Züge spekuliert. Oft geschieht das in einer Weise, die auch den betroffenen Spielern nicht verborgen bleibt. Besonders stark lässt sich dieses Verhalten beobachten, wenn nur noch an einem Brett gespielt wird. Dann versammelt sich alles was zwei Beine hat naturgemäß um dieses Brett.

Dieser Auflauf alleine ist schon eine Belastung für die Spieler. Wenn dann noch ständiges Flüstern und irgendwelchen Bewegungen dazu kommen, wird das sicherlich für die Spieler nicht angenehmer. Da sind die Schiedsrichter bzw. Mannschaftsführer gefragt, gemäß den Regeln dafür zu sorgen, dass die Spieler nicht unnötig gestört oder belästigt werden bzw. ihnen nicht, ob beabsichtigt oder nicht, unzulässige Hilfe zuteil wird.

Das kann u.U. schon mal dazu führen, dass unbelehrbare Zuschauer des Saales verwiesen werden müssen (12.7)

Fall 4: Regelwidriger Zug

Wieder die BPMM. In einer Partie geschieht folgendes. Der Schwarzspieler zieht h5. Der Gegner schlägt mit der g-Bauern e.p. (gxh6 e.p.). So weit so gut. Nun nimmt aber der Weißspieler nicht den h- sondern den g-Bauern vom Brett.

Natürlich ist das ein Regelverstoß. Auch wenn der ein oder andere sich fragen mag, wie so etwas möglich ist, es ist passiert und es ist sicher nicht das letzte Mal, dass so etwas oder ein regelwidriger Zug in anderer Form geschieht.

Nun ist dieser Zug so geschehen und keiner hat's gesehen. Wie geht es nun weiter?

Glücklicherweise sind die Regeln da recht eindeutig.

  • 7.5.1 Ein regelwidriger Zug ist abgeschlossen, sobald der Spieler die Uhr gedrückt hat. Wenn während einer Partie festgestellt wird, dass ein regelwidriger Zug abgeschlossen wurde, wird die Stellung unmittelbar vor dem Regelverstoß wiederhergestellt. Falls die Stellung unmittelbar vor dem Regelverstoß nicht bestimmt werden kann, wird die Partie aus der letzten bekannten Stellung vor dem Regelverstoß heraus weitergespielt. Die Artikel 4.3 und 4.7 werden auf den Zug angewandt, der den regelwidrigen ersetzt.

    Daraufhin wird die Partie aus der so erreichten Stellung heraus weitergespielt.

Es heißt dort, „Wenn während einer Partie festgestellt wird, ...“.

Daraus ist klar zu schließen, dass ein regelwidriger Zug über einen mehr oder weniger langen Zeitraum reklamiert werden kann. Dieser Zeitraum erstreckt sich vom Zeitpunkt des „Ereignisses“ bis zum Ende der Partie. Ist die Partie durch Aufgabe, Einigung auf Remis oder auf eine andere Weise beendet worden, kann ein Verstoß gegen die Regeln nicht mehr reklamiert werden.

Hat niemand, also weder die beiden Spieler noch andere Spieler oder Zuschauer, noch der Schiedsrichter oder einer der Mannschaftsführer einen derartigen Fehler, während der Partie bemerken, dann ist die Partie „korrekt“ zu Ende gegangen.

Bemerkung: Andere Spieler oder Zuschauer dürfen nicht eigenmächtig direkt in die Partie eingreifen, sie können aber den Schiedsrichter bzw. die Mannschaftsführer informieren.

An dieser Stelle will ich mal die Betrachtung von Regelverstößen abbrechen. In der nächsten Ausgabe werde ich mich noch einer weiteren Problematik zuwenden. Der regelkonformen Notation. Eigentlich eine einfache Angelegenheit, aber scheinbar doch schwer um zu setzen.

Wer Fragen oder Bemerkungen zu den behandelten Themen hat, kann mir eine Mail schicken (getraenke-korb@t-online.de).

SBO Kombi-Grand-Prix von Guido Korb

Lösung der letzten Aufgabe

Kombi Nr. 3

87654321 abcdefgh

Lösung

Nun machen sich die aktiveren Figuren bemerkbar und die offene h-Linie. Zwei Teilnehmer haben die Lösung gefunden.

30. Lxf5 gxf5, 31. g6 (und der Springer ist nicht mehr zu halten. Etwas länger dauert der Figurenverlust wenn Schwarz 31. ... Dxf5 spielt. Nach 32. Dxf5 gxf5 folgt wieder g6)

Etwas unübersichtlicher aber interessant wird es, wenn Schwarz 30. ... a4 spielt; 31. Lxg6 axb3; 32. Txf7+ Kg8; 33. axb3 d3; 34. Lc3 bxc3; 35. Dxc3 Dg2+; 36. Td2 Txb3+; 37. Dxb3+ Dd5; 38. Lf7+

Aktuelle Aufgabe

Kombi Nr. 4

87654321 abcdefgh
S

Stellung nach dem 22. Zug von Weiß

Die Konstellation der Figuren im Diagramm zeigen schon, dass der Verlauf der Partie bis hierher schon recht abwechslungsreich gewesen sein muss. Als letzten Zug hat Weiß die lange Rochade gemacht. Dass dies nicht die beste Entscheidung war, kann Schwarz durch welche Zugfolge nachweisen?

Einsendeschluss : Di. 19.12.2017

Lösung bitte per E-Mail schicken an getraenke-korb@t-online.de

Aktueller Punktestand

RangTeilnehmer123Teiln.Punkte ges. 1Erik Stokkentreeff-1210222 2Klaus Lemmer-1012222 3Wolfgang Tietze-89117