Schachbezirk Oberberg
Newsletter 106

Mitteilungen vom Schachbezirk Oberberg
Nummer 106
21.09.2017
8. Jahrgang

Redaktionelle Leitung

Benedikt Schneider
Krottorfer Straße 30
51597 Morsbach
Telefon 02294/6700
Mail: schneider.benedikt@freenet.de

In dieser Ausgabe

    Schlagzeilen:
  • Mannschaftsführer-Lehrgang mit Andreas Schell: Lockerer Andreas Schell lehrt Spieler die Regeln
  • Webneuerungen in Morsbach
  • Kreissportbund mit Integrationspreisverleihung
  • Termine
  • Richtigstellung
    Liga- und Turnierergebnisse:
  • Verbandsliga
  • Verbandsklasse
  • Bezirksklasse, 1. Spieltag (16.09.2017)
  • BEM
  • BJPEM
    Rubriken:
  • Regelkunde: Regelwidriger Zug
  • SBO Kombi-Prand-Prix: Nr. 2

Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich am 12. Oktober 2017.

Schlagzeilen

Lockerer Andreas Schell lehrt Spielern die Regeln

Mannschaftsführer Lehrgang - Ein Interessanter Nachmittag für Mannschaftsführer

Andreas Schell, seines Zeichens Nationaler Schiedsrichter, lud Anfang September zum 2. Mannschaftsführer-Seminar ein. Zentral gelegen, fand die höchst interessante und für die meisten Anwesenden auch lehrreiche, Veranstaltung in Gummersbach statt.

Insgesamt fanden sich gut ein Dutzend Spieler aus dem SBO ein. Die gut vier Stunden Lehrgang vergingen ob der interessanten Inhalte wie im Flug; so störte es auch keinen Teilnehmer, dass der Zeitrahmen mal eben deutlich gesprengt wurde, konnten sie doch erkenntnisreicher das Seminar verlassen, als sie gekommen sind.

Es wurde über viele Themen gesprochen; zuerst ging es um die Grundsätze der FIDERegeln und ihre Änderungen seit diesem Jahr. Dann wurden die Aufgaben des Mannschaftsführers als Schiedsrichter erörtert; so manchem fiel dabei erst die Tragweite ihrer Verantwortung auf.

Anschließend wurde die Frage beantwortet, wie man sich als Schiedsrichter bei Streitfällen verhält.

Bild andreasschell_378_40.jpg Andreas Schell führte durchs Programm

Letzter, praktischer, Programmpunkt war das Einstellen von den verschiedenen elektronischen Uhren, die mittlerweile auf dem Markt sind. Hier wurden die Möglichkeiten der Zeitkorrektur mit Fischer-Modus und „Normalzeit“ besprochen.

Den Teilnehmern hat das Seminar sehr gut gefallen, auch wegen der lockeren Vortragsweise von Andreas. Es bleibt zu hoffen, dass die Regelumsetzung im Bezirk gut gelingt.

Benedikt Schneider

Webneuerungen in Morsbach

MORSBACH.

Neuerungen der Morsbacher Öffentlichkeitsarbeit:

Der SV Morsbach steht mit seiner Facebook-Seite nun auf der „alten“, längere Zeit nicht mehr aktualisierten Homepage. Diese ist unter svmorsbach.de/schach und dann auf der Seite „Herzlich willkommen“ weiter unten zu sehen. Das bedeutet, dass alle nun die Facebook-Nachrichten auf der genannten Seite einsehen können. Diese ist sehr aktuell, dort finden sich Berichte und Bilder. Eine herzliche Einladung an alle, die mehr vom Schachverein Morsbach wissen möchten, dort mal vorbeizuschauen.

Des Weiteren arbeitet der Morsbacher Webmaster Frank Ludwig an einer eigenen Internetseite. Diese ist auch schon online, allerdings mit bisher nur wenigen Inhalten. Da der Schachverein Teil des gesamten SV Morsbach ist, bleibt die aktuelle Homepage unter svmorsbach.de/schachbestehen, zusätzlich kommt noch die Seite www.schachverein-morsbach.de hinzu. Beide Auftritte sollen aufeinander abgestimmt sein. Damit werden die Morsbacher beidem gerecht: Der Mitgliedschaft beim SV und dem Bedürfnis nach einem guten Webauftritt mit aktuellem Inhalt und ansprechendem Erscheinungsbild. Und auch die Facebook-Seite soll zumindest gut ankommen.

Kreissportbund mit Integrations-Preisverleihung

GUMMERSBACH.

Der Kreissportbund Oberberg vergibt Preise für erfolgreiche Integration von Flüchtlingen. Die Vereine können sich noch bis zum 1. Oktober bewerben. Wer also von den Schachvereinen in Oberberg solche Aktionen vorzuweisen hat, kann die Bewerbung noch abgeben.

Der Sieger erhält 2000 Euro für die Vereinskasse, weitere Preisgelder gibt es ebenfalls.

Weitere Informationen unter folgendem Link.

Richtigstellung

Zum Thema „Hückeswagener Vereinsauflösung“ schrieb Axel Glaser:

Im Newsletter musste ich lesen, dass es bei uns Probleme gegeben haben soll wegen des Bußgeldes bei nicht antreten.

Ich möchte klar stellen, das dieses mit der Vereinsauflösung nichts aber auch gar nichts zu tun hatte. Ich hatte das aber auch Wolfgang am Telefon gesagt und verstehe nicht wie so was nun zum Thema werden kann.

Die Vereinsauflösung hat sich alleine daraus ergeben, da kann man auch alle Mitglieder befragen, weil ich als 1. Vorsitzender und für weitere Vereinsarbeit aus gesundheitlichen Gründen aber auch zeitlichen Gründen nicht mehr zu Verfügung stehen konnte, sich aber auch kein anderer für diesen Aufgabenbereich finden ließe.

Termine

Samstag, 23.09.2017

Bezirksliga, 1. Spieltag:
Gummersbach - Meinerzhagen I
Morsbach I - Lindlar II
Drolshagen II - Schnellenbach
Windeck - spielfrei

Samstag, 23.09.2017

Verbandsjugend, Kadertraining.

Sonntag, 24.09.2017 - 11:00

Bezirksjugendeinzelmeisterschaften, Rd. 1+2 in Kierspe.

Sonntag, 2. Oktober - 14:00

Verband, 2. Spieltag:
VL Bergneustadt/D. I - SV Weidenau/Geisweid
VK Drolshagen - Wiehl
Hellertaler SF II - Bergneustadt/D. II
Kierspe I - Lindlar
Marienheide - Kierspe II

Sonntag, 9. Oktober - 14:00

Bezirkspokaleinzelmeisterschaften der Herren und der Jugend, 2. Runde in Bergneustadt.

Verbandsliga - Schachverband Südwestfalen

4:4! Bergneustadt/D. I überzeugt in Siegen

SIEGEN.

Viel hat nicht gefehlt, dann hätte Bergneustadt/Derschlag I eine Überraschung geschafft. Doch auch so ist ein 4:4 beim letztjährigen Verein in der NRW-Klasse, Siegen I, ein erstes Ausrufezeichen in der umgekrempelten Bergneustädter Mannschaft. Beim Debüt an Brett drei in der 1. Mannschaft erreichte Aaron Köllner ein starkes Remis. Frank Chlechwoitz und Volker Hagedorn konnten ihre Partien erfolgreich gestalten. Fast wäre es zu einem Sieg gekommen, aber nach über sechs Stunden Spielzeit - erstmals wurde auf Verbandsebene im Fischer-Modus gespielt - gelang Siegen noch der Ausgleich.

Benedikt Schneider

1. SF Schwerte11005,52 - 0 2. MS Halver-Schalksm.110052 - 0 2. KS Hagen/Wetter110052 - 0 4. SV Weidenau/Geisweid11004,52 - 0 5. SV Bergneustadt/D. I110041 - 1 5. Siegener SV I110041 - 1 7. SV Velmede-Bestwig11003,50 - 2 8. SV Hemer110030 - 2 8. SG Lüdenscheid110030 - 2 10. Hellertaler SF I11002,50 - 2
Verbandsklasse Süd - Schachverband Südwestfalen

In der Verbandsklasse Süd gewann Favorit Wiehl bei Bergneustadts Zweiter knapp. Drolshagen unterlag beim starken Aufsteiger Plettenberg II mit 3:5. Marienheide verlor in Kreuztal mit 3,5:4,5. Lindlar schlug Hellertal mit 5:3. In einem nicht nur oberbergischen, sondern gleich auch vereinsinternen Duell schlug Kierspe I den letztjährigen Bezirksligameister Kierspe II klar mit 6,5:1,5. Lediglich Daniel Baran konnte gegen seinen Vereinskameraden Norman Werner gewinnen; Robin Koch spielte immerhin remis gegen Klaus Theunissen.

Benedikt Schneider

1. SV Kierspe I11006,52 - 0 2. SVG Plettenberg II110052 - 0 2. SF Lindlar110052 - 0 4. SV Wiehl11004,52 - 0 4. SV Kreuztal11004,52 - 0 6. SC Marienheide10013,50 - 2 6. SV Bergneustadt/D. II10013,50 - 2 8. Hellertaler SF II100130 - 2 8. SV Turm Drolshagen100130 - 2 10. SV Kierspe II10011,50 - 2
Siegener SV I 4 - 4 Bergneustadt/D. I Schischke, Reinhard½ -½Köllner, Christof Richter, Gerald½ -½Stümer, Paul Becker, Frank½ -½Köllner, Aaron Noah Gühne, Otfried0 - 1Chlechowitz, Frank Lindner, Torsten½ -½Linnenborn, Guido Schmidt, Matthias1 - 0Michalik, Friedhelm Döhner, Hans-Jürgen0 - 1Hagedorn, Volker Besser, Jochen1 - 0Köllner, Felicitas Ophelia
SVG Plettenberg II5 - 3Drolshagen I Oswald, Hans-Joachim½ -½Zorn, Alexander Nölke, Manfred½ -½Tautz, Michael Warmbier, Jörg0 - 1Tietze, Wolfgang Klippert, Jan Oliver½ -½Vishanji, Franz Maniocha, Marek1 - 0Vishanji, Adrian Wichmann, Frank1 - 0Kreusch, Frank Neumann, Bernd½ -½Pfennig, Konstantin Krämer, Roland+ / -Ehrhardt, Sid
SV Kreuztal4½ - 3½Marienheide Schmidt, Gerhard½ -½Wolter, Heinz-Dieter Dickel, Jens1 - 0Brensing, Rolf Wilhelm, Wolfgang½ -½Urbahn, Paul Gumbinger, Karl½ -½Goller, Christian Winkler, Sven0 - 1Fuchs, Gerhard Schreiner, Michael1 - 0Cesnik, Friedrich Bänke, Helmut0 - 1Gräve, Andreas Klotzki, Axel1 - 0Tietze, Marco
Kierspe II1½ - 6½Kierspe I Meister, Detlef0 - 1Irrgang, Stephan Lynker, Bernd0 - 1Menz, Falk Koch, Robin½ -½Theunisse, Klaus Irrgang, Michael0 - 1Rode, Dominik Baran, Peter0 - 1Holler, Dirk Baran, Daniel1 - 0Werner, Norman Horstmann, Josef0 - 1Ellend, Torsten Brandt, Oliver0 - 1Wiemer, Jan
Lindlar5 - 3Hellertaler SF II Krause, Thomas1 - 0Siebel, Holger Müller, Rene1 - 0Rahimi, Rozafa Gessinger, Winfried1 - 0David, Edwin Armbrust, Matthias0 - 1Rahimi, Anita Bonath, Michael1 - 0Kessler, René Roelans, David Jan½ -½Jung, Armen Willmes, Martin0 - 1Balzer, Alexander Kartmann, Tobias½ -½Schwier, Alexander
Bergneustadt/D. II3½ - 4½Wiehl Blab, Ludwig1 - 0Gottas, Mike Sailer, Hans-Peter0 - 1Mauelshagen, Martin Kiparski, Ekkehart0 - 1Fleischer, Andre Wang, Andre½ -½Straßner, Andreas Lemmer, Klaus0 - 1Lehmann, Holger Schinkowski, Thomas1 - 0Margenberg, Volker Rittel, Hans-Joachim0 - 1Milde, Mathias Hamburger, Tiberiu1 - 0Sebastian, Thorsten
Bezirksliga

In der Bezirksliga startet Gummersbach gegen einen Favoriten auf die Meisterschaft, Meinerzhagen I. Morsbach I, das ebenfalls zu den Favoriten gehören könnte, tritt gegen Lindlar II an; zwei Partien werden dabei vorgespielt. Drolshagen II trifft auf Aufsteiger Schnellenbach, Windeck hat in Runde eins spielfrei.

Benedikt Schneider

Bezirksklasse

Bezirksklasse: Morsbach erster Tabellenführer

Am vergangenen Samstag startete auch der Bezirk in eine neue Mannschaftssaison. Während die Bezirksliga am kommenden Wochenende den Auftakt bildet, wurde in der Bezirksklasse schon letzte Woche gespielt.

Beziehungsweise noch früher, denn die Begegnung zwischen Wiehl II und Marienheide II wurde vorgespielt. Das Match gewann die Marienheider knapp 3,5:2,5.

Aufsteiger Kierspe III, letzte Saison noch in der nun nicht mehr existenten Kreisliga, schlug den Neuling Meinerzhagen II knapp mit 3:2. Meinerzhagen durfte mit nur fünf Spielern antreten und das sechste Brett kampflos remis werten, wie eine Sondervereinbarung lautet.

Erster Tabellenführer ist Morsbach II. Die neu formierte Mannschaft bezwang Bergneustadt/D. III mit 4:2.

Benedikt Schneider

Veränderte Morsbacher mit „heimischem Auswärtssieg“

Nach dem 4:2 gegen Bergneustadt/D. III grüßt man von der Tabellenspitze.

Mit einer neu zusammen gesetzten Mannschaft gewinnt die 2. Mannschaft des SV Morsbach gegen Bergneustadts Dritte mit 4:2.

Durch die Rückkehr eines Spielers und eine Neuanmeldung ist Morsbach II deutlich stärker als noch letzte Saison. Außerdem hat sie mit Bernd Hamann einen Verbandserfahrenen Mannschaftsführer. Alles in allem wird in Morsbach schon von der Meisterschaft geträumt.

Damit Manfred Krenz mitspielen konnte, sind die Bergneustädter den Morsbachern freundlicherweise entgegen und in die „Republik“ gekommen, da das Spiellokal dort Barrierefrei ist und der Rollstuhlfahrer Manfred somit dabei sein konnte.

Da in Morsbach zugleich Weltkindertag war, wusste Morsbachs Bürgermeister wohl nicht so genau, wem er mehr die Daumen drücken sollte: Morsbach, wo er Mitglied ist oder Bergneustadt, wo sein Vater, Klaus-Jürgen Bukowski, am Samstag mitspielte.

Bild hector_512_40.jpg Morsbachs Neuzugang Héctor Ortiz

Erstmals in einer Morsbacher Mannschaft spielte Héctor Ortiz Perez mit. Ein Spieler, dessen ELO-Zahl bei knapp 2000 liegt. Da er nach dem Meldetermin bei den Morsbachern anheuerte, kann er in dieser Saison nur in der Zweiten und zweimal in der Ersten spielen. So gewann er auch souverän seine Partie.

Bild manfred_512_40.jpg Manfred Krenz machte routiniert den Sieg perfekt

Den Sieg perfekt machte Manfred. Nach einer ruhigen Eröffnung nutzte er die Fehler seines Gegners wie in alten Zeiten aus.

Ralf Czwalinna musste dem Bergneustädter Nachwuchstalent Maximilian Chlechowitz diesmal den Vortritt lassen. Bernd unterlag nach zähem, taktischem Spiel Klaus-Jürgen. Doch das war nur Ergebniskosmetik.

Man darf gespannt sein, wie die Saison ausgeht. Es wird sicher oben wie unten durchaus eng werden.

Benedikt Schneider

Tabelle

1. Morsbach II11004+22 - 0 2. Marienheide II11003,5+12 - 0 3. Kierspe III11003+12 - 0 4. Wiehl II10012,5-10 - 2 5. Meinerzhagen II10012-10 - 2 6. Bergneustadt/D. III10012-20 - 2
Kierspe III3 - 2Meinerzhagen II Damen, Johannes0 - 1Rawe, Friedrich Werner, Maxim1 - 0Weinhold, Tim Driedger, Heinrich0 - 1Schneider, Michael Pektopalyan, David1 - 0Janott, Eberhard Lapenna, Steven1 - 0Flottmann, Dietmar N. N.- / -N. N.
Bergneustadt /D. III2 - 4Morsbach II Bukowski, Klaus-Jürgen1 - 0Hamann, Bernd Streichhan, Phil- / +Muth, Wilhelm Sander, Michael- / +Spät, Alexander Khan, Tuhin0 - 1Krenz, Manfred Chlechowitz, Maximilian1 - 0Czwalinna, Ralf Abdul Kadar, Alyaman0 - 1Ortiz Pérez, Héctor Guillermo
Wiehl II2½ - 3½Marienheide II Block, Dieter0 - 1Stockburger, Gert-Detlef Brüne, Karl-August1 - 0Sindermann, Andreas Wölk, Richard0 - 1Lange, Fritz Eggebrecht, Werner0 - 1Sindermann, Paul Henze, Erwin½ -½Kachel, Gerd Depner, Eugen1 - 0Hackenberger, Dieter
BEM (Bezirkseinzelmeisterschaft)

Internationales Flair in Gummersbach

Die Schlussrunde der letzten und die 1. Runde der neuen Saison

Zunächst ein kurzer Rückblick auf die Schlussrunde der BEM 2016/17.

Wie schon angekündigt, wurde es richtig spannend. Alle möglichen Titelaspiranten mussten gegeneinander antreten. So kam es zum Spitzenduell zwischen Ralf Schürmann und Jürgen Hein. Das Verfolgerduell zwischen Christian und Thomas war auch nicht ohne. Spielte Jürgen wenigsten Remis, war er Titelträger. Würde Ralf gewinnen, hing die Rangfolge vor allem von Ergebnis der Verfolgerpartie und zugleich auch noch von der Partie zwischen Benedikt und Volker ab.

Zur Überraschung aller konnte Ralf tatsächliche seine Partie gegen Jürgen gewinnen. Da auch Thomas seine Partie gewinnen konnte, hing nun das Endergebnis vor allem von der Partie Benedikt Schneider und Volker Margenberg ab. Je nachdem, wie dieses Ergebnis ausfiel konnten noch zwei weiterer Partien entscheidend sein. Da alle Beteiligten dieser Begegnungen an Spielabenden nicht antreten konnten, habe ich ausnahmsweise, aufgrund der Bedeutung der Partien, entschieden, dass diese Partien nachgespielte werden. Die erste Partie, die nachgespielt wurde, war die zwischen Benedikt und Volker. Da Benedikt diese siegreich für sich entscheiden konnte waren die übrigen Partien für die Abschlusstabelle bedeutungslos geworden. Ralf Schürmann wurde mit seinem Sieg in der Schlussrunde Bezirkseinzelmeister der Saison 2016/17.

Bild bem1_512_40.jpg

Herzlichen Glückwunsch.

Mit der gleichen Punktzahl (5,5) folgten Thomas Krause und Jürgen Hein.

Guido Korb

1. Runde der neuen Saison

Die BEM 2017/18 ist durch seine Internationalität geprägt. Neben den üblichen Verdächtigen konnten wir noch zwei Flüchtlinge begrüßen. Tuhin Khan aus Syrien und Elwin Celazade aus Aserbaidschan. Dazu gesellte sich noch der Morsbacher Neuzugang Héctor Oritz Pérez, der gebürtiger Spanier ist.

Wie aus der Ausschreibung ersichtlich gab es auch ein paar organisatorische Neuerungen, an die sich die meisten Teilnehmer wohl erst noch gewöhnen müssen. Der neue Bedenkzeitmodus (Fischer-Modus) hat daran sicher den größten Anteil. Immerhin erweckt die Uhreneinstellung zunächst einmal den Eindruck, man habe weniger Bedenkzeit. Außerdem besteht nun die Notationspflicht von Anfang bis Ende der Partie.

Mit Andreas Schell (Nationaler Schiedsrichter) erfolgt die Leitung des Turniers in diesem Jahr durch einen neutralen Schiedsrichter. In dieser Hinsicht hatte ich wohl die größten Umgewöhnungsprobleme, da diese Aufgabe bisher von mir übernommen wurde.

Zu Beginn der Runde war erst noch ein DWZ-Problem zu lösen. Von Elwin Celazade war keine Spielstärkezahl bekannt. Er wurde aber von den Gummersbachern als sehr starker Spieler beschrieben. Aufgrund dieser Situation legten wir eine geschätzte DWZ von 1900 fest, was sich als durchaus zutreffend erwies. Sowohl im Wettkampf als auch danach in einigen Blitzpartien mit dem stärksten Oberberger Spieler Frank Chlechowitz, zeigte er, dass die Einstufung seiner Spielstärke angemessen war. Damit konnte dann auch eine sinnvolle Auslosung für die 1. Runde erfolgen.

Bild bem2_512_40.jpg

Die favorisierten Spieler Elwin Celazade und Héctor Ortiz Pérez konnten in ihren Partien dann auch überzeugen. Doch es gab auch die ein oder andere Überraschung, was ja gerade den Reiz eines solchen Turniers ausmacht. So konnte z.B. in einer der drei vorgezogenen Partien, Thorsten Sebastian gegen Thomas Memmersheimer ein Remis erreichen. Ebenfalls mit einem Remis musste sich Titelverteidiger Ralf Schürmann gegen seinen Vereinskameraden Josef Horstmann zufrieden geben. Am Brett daneben schlug seinerseits Favoritenschreck Tiberiu Hamburger zu. Er konnte gegen Adrian Vishanji gleich einen ganzen Punkt einfahren. Erwähnenswert ist auch das Remis von Drolshagens Jugendlichen Konstantin Pfennig gegen Winfried Gessinger. Ein weiteres Remis erkämpfte sich Dieter Block gegen seinen Vereinskameraden Holger Lehmann.

Das Remis zwischen Altmeister Klaus Jürgen Bukowski und Oliver Thiemann war wohl mehr Resultat der besonderen Aufmerksamkeit seitens des Schiedsrichters. Der beobachtete nämlich gleich mehrere Regelverstöße, die von beiden Spielern wohl aufgrund „alter Gewohnheiten“ begangen wurden.

Die wohl kurioseste Partie der Auftaktrunde hatte ich wohl gegen meinen Vereinskameraden Artur Schmidt. Nach 14 Zügen stellte ich mal kurz einen Läufer ein, wonach die Partie eigentlich verloren war. Ein paar Züge wollte ich aber doch noch spielen. Das mir Artur dann sieben Züge später seine Dame schenkte machte die chaotische Partie perfekt. Heftig gestolpert aber mit viel Glück nicht gestürzt. Da war mir wohl das Lampenfieber Arturs holt, denn immerhin spielt er mit 80 Jahren erstmals bei der BEM. mit.

Bild bem3_512_40.jpg

Die Ergebnisse der ersten Runde versprechen auch in den folgenden Runden einige Spannung.

Die 2. Runde findet am 13.10.2017, natürlich in Gummersbach statt.

Guido Korb

Ergebnisse der 1. Runde

SpielerDWZPktErgSpielerDWZPktAtt 1Ortiz Pérez, Héctor Guillermo19880,01 - 0Baran Peter16200,0 2Baran Daniel16170,00 - 1Celazade Elwin19000,0 3Schürmann Ralf18050,0½ - ½Horstmann Josef16110,0 4Hamburger Tiberiu15550,01 - 0Vishanji Adrian18020,0 5Hemmings Martin17870,01 - 0Kramer Herbert15190,0 6Pfennig Konstantin15350,0½ - ½Gessinger Winfried17610,0 7Lehmann Holger17550,0½ - ½Block Dieter15320,0 8Fot Alexander15130,00 - 1Schneider Benedikt17490,0 9Bukowski Klaus-Jürgen17480,0½ - ½Thiemann Oliver15030,0 10Schmidt Artur14320,00 - 1Korb Guido17470,0 11Özcelik Ali16760,01 - 0Hermes Dieter13640,0 12Haugg Gerhard13260,00 - 1Kals Leo16700,0 13Margenberg Volker16690,01 - 0Kroo Waldemar11630,0 14Glöckl Simon10790,00 - 1Olsson Christian16670,0 15Walotka Uwe16610,01 - 0Driedger Heinrich10630,0 16Khan Tuhin 0,01 - 0Milde Mathias16520,0 17Sebastian Thorsten 0,0½ - ½Memmersheimer Thomas16120,0 18Damen Han13570,00 - 1Bury Arnold15540,0

Paarungen der 2. Runde

SpielerDWZPktErgSpielerDWZPktAtt 1Kals Leo16701,0Ortiz Pérez, Héctor Guillermo19881,0 2Celazade Elwin19001,0Margenberg Volke16611,0 3Olsson Christian16671,0Hemmings Martin17871,0 4Schneider Benedikt17491,0Walotka Uwe16611,0 5Korb Guido17471,0Hamburger Tiberiu15551,0 6Bury Arnold15541,0Özcelik Ali16761,0 7Gessinger Winfried17610,5Khan Tuhin 1,0 8Block Dieter15320,5Schürmann Ralf18050,5 9Thiemann Oliver15030,5Lehmann Holger17550,5 10Horstmann Josef16110,5Bukowski Klaus-Jürgen17480,5 11Memmersheimer Thomas16120,5Pfennig Konstantin15350,5 12Vishanji Adrian18020,0Sebastian Thorsten 0,5 13Milde Mathias16520,0Damen Han13570,0 14Baran Peter16200,0Haugg Gerhard13260,0 15Hermes Dieter13640,0Baran Daniel16170,0 16Kramer Herbert15190,0Glöckl Simon10790,0 17Kroo Waldemar11630,0Fot Alexander16130,0 18Driedger Heinrich10630,0Schmidt Artur14320,0
BJPEM (Bezirksjugend-Pokal-Einzelmeisterschaft)

BJPEM: Bergneustädter unter sich

Bild pokal_300_40.jpg

1. Runde

Glöckl, Sspielfrei Chlechowitz, M1 : 0 Kadar, A

2. Runde

spielfrei Kadar, A Glöckl, S0 : 1Chlechowitz, M
Regelkunde von Guido Korb

Nachtrag und Fortsetzung praktischer Regelverstöße unter Berücksichtigung der aktualisierten Regeln. Schauplatz der Regelverstöße ist die vergangene und die derzeit laufende BEM.

In der Vergangenheit sind ja schon einige interessante Fälle aufgetreten und besprochen worden. Da die laufende BEM durch einen neutralen Schiedsrichter geleitet wird, tauchen natürlich auch Fälle auf, die einem mitspielenden Turnierleiter meistens verborgen bleiben.

Der erste Fall ist eine Fortsetzung aus dem letzten NL. Ich habe diesen Fall bewusst nur angedeutet, weil er u.a. Gegenstand des letzten Mannschaftsführerseminars sein sollte.

Fall 1: Regelwidriger Zug

    Folgendes Szenario:
  • Die Partie befindet sich in der 2. Spielphase. Beide Spieler haben weniger als 5 Minuten Bedenkzeit für den Rest der Partie, steuern also zielstrebig auf die sogenannten Endspurtphase zu. Nach einer wilden Abtauschaktion. bleiben dem Weißspieler (A) vier Mehrbauern, davon drei verbundene Freibauern. Der Schwarzspieler (B) hingegen hat noch seine Dame. Spieler Bauer versucht nun mit Hilfe seines Königs wenigstens einen Bauern ins Ziel zu bringen. Spieler Bauer kann aber nach einem Schachgebot zwei dieser Bauern erobern. Nach dieser Bauerneroberung entstand die im Diagramm gezeigte Stellung.
  • Spieler A spielte hier c6 und drückte die Uhr.
  • Spieler Bauer reklamierte sofort „regelwidriger Zug“ drückt die Uhr zurück und setzte den Bauern zurück.
  • Spieler A spielt darauf Kc6 worauf Spieler Bauer mit Da4+ antwortet.
  • Spieler A spielt nun Kd7 drückt die Uhr und reicht Spieler Bauer die Hand zur Aufgabe.
    In dieser kurzen Schlusssequenz der Partie haben sich 3 Regelverstöße ereignet:
  • Den ersten begeht Spieler A weil er den gefesselten Bauern zieht und diesen regelwidrigen Zug mit dem drücken der Uhr abschließt.
  • Den nächsten begeht Spieler Bauer indem er zwar richtig den regelwidrigen Zug reklamiert, dann aber regelwidrig fortsetzt. Statt die Uhr zurück zu drücken und den Bauern zurück zu setzen hätte er die Uhren anhalten und den Schiedsrichter rufen müssen. Dann wäre die Stellung korrigiert worden und Spieler Bauer hätte ein Zeitgutschrift von 2 Minuten bekommen. Danach wäre die Partie mit Weiß am Zug fortgesetzt worden. Da Spieler Bauer mit dem berührte Bauern keinen regelkonformen Zug machen konnte, hätte er mir einem beliebigen anderen Zug fortsetzen können.
  • Der 3. Regelverstoß wurde wiederum von Spieler A begangen, der auf das Schachgebot seinen auf ein ebenfalls bedrohtes Feld zog und diesen Zug mit dem drücken der Uhr abschloss. Damit hatte er den zweiten regelwidrigen Zug ausgeführt, was nach den Regeln zum sofortigen Verlust der Partie führt. Das hätten sowohl Spieler Bauer als auch der Schiedsrichter reklamieren können.

Fall 2: Wieder „Regelwidriger Zug“

Spieler A und Bauer haben jeweils noch die Dame und eine Leichtfigur. Allerdings hat Spieler A noch zwei Bauern.

Spieler A bietet mit seinem Läufer Schach. Darauf antwortet Spieler Bauer mit einem Springerzug und bietet ebenfalls Schach ohne damit aber das Schachgebot von Spieler A zu unterbinden. Danach drückt er die Uhr.

Natürlich ist das ein regelwidriger Zug, weil der König von Spieler Bauer ja immer noch im Schachsteht. Folge also, Spieler A bzw. der Schiedsrichter hält die Uhr an, dann wird der Springer auf sein Ursprungsfeld zurück gestellt und Spieler A bekommt eine Zeitgutschrift von 2 Minuten. Dann wird die Partie fortgesetzt.

Dabei ist zu prüfen, ob Spieler Bauer mit dem Springer einen regelgemäßen Zug machen kann. In diesem Fall hatte Spieler Bauer zwei legale Züge mit dem Springe zur Verfügung gehabt.

Fall 3: Nochmal „Regelwidriger Zug“

Spieler A führt eine Zug aus, drückt aber nicht die Uhr, brütet dennoch weiter über der Partie. Nach einigen Minuten führt er einen weiteren Zug aus und drückt dann die Uhr.

Zufällig ist der Schiedsrichter am Brett und greift ein. Er hält die Uhren an und korrigiert die Stellung. Dann fügt er Spieler Bauer zwei Minuten zu seiner Bedenkzeit hinzu und weist Spieler A darauf hin, dass er die Partie verliert, wenn er ein weiteres Mal einen regelwidrigen Zug abschließt.

Das ein oder andere Beispiel mag zum Schmunzeln anregen, dennoch sollten regelwidrige Züge nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Immerhin bedeuten zwei derartige Regelverstöße den sofortigen Partieverlust. Deshalb sollten auch in Zeitnotphasen versuchen einen klaren Kopf zu behalten.

    Nach der Regeländerung zum 01.07.2017 sind u.a. die Beispiele regelwidriger Züge konkretisiert bzw. erweitert worden. Was so alles dazu gehört:
  • 7.7.1 Benützt ein Spieler zwei Hände zur Ausführung eines einzigen Zuges (beim Rochieren, Schlagen oder einer Bauernumwandlung), wird dies wie ein regelwidriger Zug behandelt.
  • 7.8.1 Wenn der Spieler die Uhr drückt, ohne einen Zug ausgeführt zu haben, wird dies als regelwidriger Zug betrachtet.
  • Als regelwidriger Zug gilt auch eine unvollständige Bauernumwandlung. Neben der 2-Minuten Strafe darf der „Täter“ den Bauern nur noch in eine Dame umwandeln.
  • Natürlich gehören auch die Verstöße dazu, die in Artikel 4 der FIDERegel beschrieben sind.

Diese Palette und die ergänzten Erweiterungen zeigen, dass sich mancher Spieler bemühen muss, sog. alte Gewohnheiten ab zu legen, sonst sind schnell zwei regelwidrige Züge passiert und die Partie ist verloren.

Wer Fragen oder Bemerkungen zu den behandelten Themen hat, kann mir eine Mail schicken (getraenke-korb@tonline.de).

SBO Kombi-Grand-Prix von Guido Korb

Lösung der letzten Aufgabe

Kombi Nr. 1

87654321 abcdefgh

rn2nrk1/4qpp1/pp2p2B/3p2R1/4N3/1B3Q2/PPP2PPP/R5K1 w - - Kombi Nr. 1

Lösung

Eine typische Stellung in der man überzeugt ist, da muss doch was gehen, aber man sieht nichts. Interessant ist, dass die Bedrohung der beiden weißen Figuren nahezu zwangsläufig zur richtigen Lösung führt.

19.Lxg7! (Der entscheidende Zug ! Schwarz hat nun mehrere Möglichkeiten zu antworten. Allerdings ist keine dabei, welche die Partie rettet. Die beste Antwort ist 19. Dxg5; 20. Sxg5 ... Der Springer rettet sich und Weiß gewinnt die Dame. Damit kann Schwarz das Ende zwar hinauszögern, aber nicht mehr verhindern. Eine weitere Möglichkeit wäre 19. ... Sxg7. Das aber führt nach 20. Sf6+ Dxf6; 21. Dxf6 schnell zum Matt. Andere Züge als 20. ... Dxf6 helfen auch nicht. Der Partiezug jedoch führt am schnellsten zum Sieg für Weiß.) 19. ... dxe4; 20. Lf6! (und Matt in 2 Zügen 20. ... Sg7; 21. Txg7+ Kh8; 22. Dh3 oder h5 #)

Aktuelle Aufgabe

Kombi Nr. 2

87654321 abcdefgh

Stellung nach dem 25. Zug von Weiss

Trotz des materiellen Übergewichtes von Weiß eine, beim ersten Blick etwas verwirrende Stellung. Der weiße Läufer ist tabu weil sonst sofort Matt droht. Aber auch so droht Weiß mit einem Mattangriff mittels Opfer. Schwarz hat dagegen einen weit vorgerückten e-Bauern und den weißen f-Bauern im Visier. Schwarz muss allerdings auch etwas gegen den Angriff auf seine beiden Türme tun. Schwarz spielte Tae8 und gab dann sofort auf. Warum ?

Lösung bitte per E-Mail an: getraenke-korb@t-online.de